Welche Holzarten lassen sich im Mai 2025 gut verkaufen – und welche gar nicht?
Der Holzmarktbericht Mai 25 bringt Licht ins Dunkel: Während einige Sortimente von stabiler Nachfrage profitieren, kämpfen andere mit drastischen Absatzproblemen. Hier das aktuelle Lagebild:
Fichtenblochholz: Stabil mit leichter Tendenz nach oben
Das Leitsortiment Fichtenblochholz bewegt sich aktuell zwischen 105 € und 115 €/fm, abhängig von Qualität und Region. Die Preise zeigen eine leichte Aufwärtstendenz.
Positiv: Die Sägewerke sind großteils aufnahmefähig, sauberes Holz wird zügig abtransportiert. Für Waldbesitzer mit gepflegtem Bestand ergibt sich hier eine gute Vermarktungschance.

Kiefer: Nach dem Winter-Hoch wieder eingebrochen
Anders sieht es bei der Kiefer aus: Nach einem kurzen Preishoch im Winter sind die Preise nun wieder gefallen.
Aktuell liegt der Durchschnitt nur bei 65 € bis 75 €/fm. Der Absatz ist zäh und von Bläue bedroht – hier braucht es eine präzise Logistik und schnellen Abtransport, um Verluste zu vermeiden.
Lärche: Top-Preise für hochwertiges Sortiment
Die Lärche bleibt im Mai das gefragteste Sortiment.
Mit Preisen von bis zu 180 €/fm – teils über dem Vorjahresniveau – ist sie weiterhin überdurchschnittlich gut vermarktbar. Besonders hochwertiges Holz wird bevorzugt abgenommen.

Faserholz: Markt eingebrochen
Beim Faserholz sieht es düster aus.
Die Preise liegen deutlich unter 80 €/atro, in manchen Regionen sogar noch darunter. Eine Besserung ist nicht in Sicht, der Markt ist weitgehend zusammengebrochen.
Auch das Schleifholz ist kaum noch ein Thema – hier lohnt sich die Vermarktung aktuell schlichtweg nicht.

Energieholz: Flaute trotz voller Lager
Beim Energieholz herrscht totale Flaute. Nach dem milden Winter sind die Lager übervoll, und ohne bestehende Verträge ist der Absatz praktisch unmöglich.
Wichtiger Hinweis:
Wer brutfähiges Hackgut einfach liegen lässt, riskiert massiven Borkenkäferbefall – eine ernste Gefahr für umliegende Bestände!
Alternative Empfehlung:
Hackgut kann – sofern technisch möglich – wieder direkt im Wald ausgebracht bzw. gehackt werden. Diese Maßnahme wird teils gefördert und hilft dabei, Folgeschäden zu verhindern.

Fazit: Holzmarkt im Mai 2025 – stabile Sortimente erkennen, Risiken vermeiden
Der Holzmarktbericht Mai 25 zeigt eine klare Trennung:
- Lärche bleibt die verlässlichste Einnahmequelle mit Höchstpreisen.
- Fichte entwickelt sich solide mit Potenzial nach oben.
- Kiefer, Faser- und Energieholz sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln – wirtschaftlich wie forstlich.
➡ Wer gezielt vermarkten möchte, sollte auf Qualität, Timing und Logistik achten.
Mehr Updates gibt’s im Juni.
Bis dahin: Viel Erfolg, stabile Preise und vor allem – unfallfreie Arbeit im Wald!